Bruderhahn-Box

In der Schweiz wurden letztes Jahr rund 450‘000 Bio-Eintagesküken am ersten Lebenstag getötet. Die männlichen Küken der Legerasse wachsen langsam und waren bislang für die Mast uninteressant.
Roman Clavadetscher störte sich seit Jahren an dieser Praxis. Zusammen mit der Hosberg AG hat er nach Lösungen gesucht. Seit rund fünf Jahren forschen die beiden an einer wirtschaftlichen Mast der Brüder der Legehennen. Ende 2015 konnten die Versuche abgeschlossen werden und die Tochterfirma Gallina Bio AG wurde gegründet. Die neue Firma arbeitet ausschliesslich mit Biobauern zusammen um die Bruderhähne aufzuziehen und stellt daraus Produkte her. Aus dem einstigen Abfallprodukt kann heute ein hochwertiges Lebensmittel gewonnen werden. Die Bruderhähne werden als ganze Tiere, Teilstücke wie Brust, Schenkel, Flügel oder auch als Charcuterieprodukte verkauft.

Damit die Mast auch wirtschaftlich ist, wird ein Teil der Mastkosten auf das Ei überwälzt. Heute bezahlt der Kunde für ein Bio-Ei der Henne&Hahn-Marke 3 Rappen mehr pro Ei. Diese neue Zusammenarbeit zwischen zwei Wertschöpfungsketten ist einzigartig und könnte Vorbildcharakter für andere Branchen haben.

Das Projekt zeigt auf, dass das Töten der Eintagesküken vermieden werden kann. Es ist ein Pilotprojekt und steht am Anfang der Entwicklung. Wir sind überzeugt, dass die Mast der Hähne die Lösung für das sinnlose Töten der Küken ist. Somit wird das Leben respektiert, welches den Küken geschenkt wird.
 
2016-10-14 23.17.39

Jan Ramseyer

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